Urlaub zwischen Gummistiefeln, Traktorgeräuschen & Ruhe

08.09.2026

Urlaub zwischen Gummistiefeln, Traktorgeräuschen und himmlischer Ruhe – warum es für uns trotzdem stimmig ist


Wenn wir auf einem Campingplatz ankommen, ist der Ablauf klar: Rezeption, Check-in, Stellplatz suchen, Strom anschließen. Danach beginnt unser Urlaub.

Beim Winzer ist das ein bisschen anders. Wir kommen nicht auf einen Campingplatz, der auf unsere Ankunft wartet. Wir kommen in einen Betrieb, der auch ohne uns seinen ganz normalen Tag hat. Da werden Fässer bewegt, Lieferungen angenommen, Maschinen fahren über den Hof und irgendwo gibt ein Traktor schon früh am Morgen Bescheid, dass der Arbeitstag begonnen hat.

Eigentlich selbstverständlich. Trotzdem scheint genau das nicht jedem klar zu sein, der mit den Erwartungen eines Campingplatzes auf einem Weingut ankommt. Wir würden einen Stellplatz beim Winzer trotzdem nicht gegen einen klassischen Campingplatz tauschen. Wir mögen es anders.

Beim Winzer sind wir mittendrin. Mittendrin, wenn der Hofhund plötzlich anschlägt. Mittendrin, wenn frühmorgens das große Tor geöffnet wird. Mittendrin, wenn Gummistiefel an unserem Wohnmobil vorbeilaufen und mittendrin, wenn irgendwo ein Motor startet und wir uns kurz fragen, ob wir eigentlich noch schlafen oder schon Teil der Frühschicht sind. Und genau das gehört für uns dazu.

Zwischen Reben oder mitten im Hof?

Und dann gibt es noch die andere Variante: Stellplätze mitten in den Weinbergen. Autark, ruhig und mit ein paar Reihen Reben zwischen uns und dem nächsten Nachbarn. Kein Hofbetrieb, dafür stehen wir dort, wo der Wein wächst und mitten in der Natur. Für uns hat beides seinen Reiz ❤️

Auf dem Weingut bekommen wir etwas vom Alltag mit, sehen was auf dem Hof passiert, während es mitten in den Weinbergen ruhiger ist. Dort sitzen wir abends vor dem Wohnmobil, schauen über die Rebreihen und haben eher das Gefühl, für eine Weile ganz aus dem Alltag verschwunden zu sein

Und genau deshalb würden wir gar nicht sagen, dass die eine Art des Stellplatzes besser ist als die andere. Wir entscheiden uns nicht nur für einen Stellplatz. Wir entscheiden uns für ein kleines Stück Alltag, das wir im Urlaub miterleben dürfen.

Denn manchmal möchten wir mittendrin sein. Manchmal möchten wir einfach nur zwischen den Reben stehen, die Tür aufmachen, den Stuhl davorstellen und unseren Wein dort trinken, wo die Trauben gewachsen sind. Und genau das ist das Schöne an solchen Stellplätzen: Wir können uns aussuchen, welche Seite des Winzerlebens wir gerade erleben möchten.